Grimms Welt Reisen, Geschichten und Politik

23. Oktober 2004

Ich muß mal was beim Namen nennen.

Filed under: Allgemeines — fuenf @ 03:08

Und zwar die bebeepbeepbeepenste Firma, von der ich je etwas kaufte: GIGABYTE.
Wer keinen Nerv hat, den Sermon hier zu lesen, scrolle einfach bis ans Ende desselben und erblicke das Licht der Erkenntnis im Schlußsatz!
Das Schlimmste: ich hätte es ahnen sollen. Sie hatten früher schon Probleme mit der Stromversorgung. Nun aber von vorne…
Gigabyte (und wir wollen nicht vergessen, es handelt sich um die bebeepbeepbeepenste Firma, von der ich je gekauft habe) stellt u. a. Hauptplatinen für Rechner her.
Vor 27 Monaten faßte ich den Entschluß, das in diversen Testberichten für gut befundene Board GA-7VRXP zu ergattern. Weil in meiner Erinnerung aber noch vage Berichte über Probleme bei der Spannungsversorgung dümpelten, machte ich mir die Mühe, vor dem Kauf direkt bei der Firma telefonisch anzufragen, ob speziell dieses Mainboard AG-Ports ausreichend mit Spannung versorgen würde. Klar ist die Auskunft positiv ausgefallen, welche Firma gibt schon zu, bebeepbeepbeepen zu sein. Mir wurde sogar versichert, es gebe schon äußerst lange keine derartigen Probleme mehr.
Genau: naiv wie ich bin, habe ich die Platine daraufhin gekauft. War auch alles in Ordnung. Bis ich anstelle meiner veralteten GPU eine nVidia Ti-4200 einsetzte. Nach langer Suche nach der Ursache der unter 3D-Belastung auftretenden Rechnerabstürze stellte sich heraus, daß es eben an genau jenem, bei der oben genannten bebeepbeepbeepensten Firma, von der ich je kaufte, schon so äußerst lange nicht mehr existenten Problem lag. Wow!
Naja. Ich war nicht alleine: in etlichen Foren waren davon Betroffene zu finden. Mein Board war damals etwa sechs Monate alt und in der Garantiefrist.
Lediglich ein kleines Hindernis bestand: ich hatte keine Rechnung mehr. Eine Kopie wollte mir der KM Shop Karlsruhe zuerst nicht schicken; sowieso wäre das Board ja zum Arbeiten gedacht und im 2D-Bereich keineswegs mangelhaft. Hallo?!
Mehrere Anrufe bewirkten dann allerdings doch die Einsicht des Verkäufers, sodaß ich bei Gigabyte, der bebeepbeepbeepensten Firma, von der ich je ein Produkt kaufte, Nachbesserung verlangen konnte. Dazu mußte ich – ist ja klar – auf meine Kosten das Teil in die Niederlande versenden. Immerhin kam es nach etwa einem Monat gelötet zurück und funktionierte.
Stimmt: schon damals war ich nicht mehr gut auf die Firma zu sprechen. Auch richtig: die bebeepbeepbeepenste Firma, von der ich je kaufte, konnte ihr Versagen toppen – und zwar bravourös, chapeau! Lest, was sich ereignete:
Kürzlich zickte mein Rechner immer mehr rum und stürzte zunehmend unreproduzierbar ab.
Nicht hilfreich bei der Fehleranalyse war, daß meine Festplatte von Seagate ST380021A zu dem Zeitpunkt ein Faible für physische Defekte entwickelte, und somit die Sündenbockrolle erheischte. Merkwürdigerweise änderte sich das unkooperative Rechnerverhalten nach Einbau einer nagelneuen und zu verzücken wissenden Western Digital WD2000JB wider Erwarten nicht. – Diese Ratlosigkeit, diese aufkommende pauschale Wut auf alles Computerbehaftete…
Der Rechner wurde erneut durchgetestet. Passend möchte ich hier Grimms kompetente Hilfe weniger schleimend als dankend erwähnen.
Plötzlich entdeckten meine kurzsichtigen Äuglein mit Entsetzen (oder gar in gewisser Weise erlöst?) zwei sich auf der Hauptplatine befindliche leicht aufgeblähte und ausgelaufene Elektrolytkondensatoren (kurz Elkos genannt) from hell, welche boshaft und hinterhältig die Rechnerfunktionen sabotierten; allzu deutlich habe ich sie diabolisch lachen hören!
Nachdem ich wußte, woran ich war, fanden sich im Internet diverse Artikel folgenden Inhalts: In den letzten Jahren war es bei vielen Firmen beliebt, billigste z. T. fehlerhaft gefertigte Elkos zu verbauen, wodurch sich die Lebenserwartung der Produkte drastisch verkürzte. Es gab kaum Hersteller, namhaft oder nicht, die nicht solche Bauteile auflöteten.
Seit fast drei Monaten war die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistungsfrist für mein GA-7VRXP verstrichen. Dennoch schrieb ich voller Hoffnung an Gigabyte, der bebeepbeepbeepensten Firma, von der ich je kaufte, beschrieb die Problematik auf deutsch und englisch, setzte auf Kulanz und heuchelte sogar ansonst vorhandene Zufriedenheit mit dem Produkt. Vergebens:
„Sehr geehrter Herr […]
Eine Gewährleistung geht über 2Jahre nicht hinaus.
Und eine Garantie verlängert sich nie aufgrund eines Defektes.
Wir Bedauern aber eine Gewährleistungsanspruch besteht hier leider nicht mehr.
Eine Reparatur wäre Kostenpflichtig.
Reparatur ca.80-100.-Euro
Ein Kostenvoranschlag liegt bei ca.50.-Euro bei Nichtdurchführung einer Reparatur!
Vielen Dank
Gigabyte Support“

Das Board kostete mich neu 118,96 Euro. Nein, ooh nein, sicher bin ich nicht willens, auch nur einen popligen Cent Porto in das Drecksding zu investieren. Oder gar in die Reparatur bei der bebeepbeepbeepensten Firma, von der ich je kaufte. Selbst wenn ich mich anstrengen wollte, könnte ich mir nicht vorstellen, daß die Firma etwas nur geringfügig Besseres als Beepbeepbeep am laufenden Band fabriziert.
Auch wenn der Vergleich hinken mag: in anderen Branchen wären sofort Rückrufaktionen gestartet worden, womöglich mit einer freundlich formulierten Bitte, die entstandenen Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.

Ich schließe mit den Worten:
GIGABYTE, die bebeepbeepbeepenste Firma, von der etwas zu kaufen oder selbst als geschenkt anzunehmen, ich allen nur abraten kann!

21. Oktober 2004

Schreibwaisen*

Filed under: Allgemeines — fuenf @ 23:57

Warum wird in diesem Blog Oktober nicht mit k, sondern c geschrieben?

* ist ja gerade so, als würde ich ein Wort anders schreiben, um aufzufallen. Nur daß es in meinem Fall tatsächlich cool ist, da ich einen Neologismus schöpfe, der Interpretationen harrt.

19. Oktober 2004

„Das 1MeV Elektron mit seiner relativen Massenzunahme…“

Filed under: Wirres Kopfzeugs — Merrit @ 10:55

Mal wieder (->Mantus) hat mich ein Lied besonders durch mein Lernen auf eine Prüfung geführt und weil der Text auch ein wenig von der veralltäglichung von Dingen handelt (-> Trashaiku 5-7-5), SciFi lastig ist (-> Bücherregal) und mich auf viele weitere Weisen anspricht hab‘ ich gedacht er ist es wert hier „ausgestellt“ zu werden:

Black Sabbath – Iron Man

Has he lost his mind?
Can he see or is he blind?
Can he walk at all,
Or if he moves will he fall?
Is he alive or dead?
Has he thoughts within his head?
We’ll just pass him there
Why should we even care?



Heavy boots of lead
Fills his victims full of dread
Running as fast as they can
Iron man lives again!

Drückt mir die Daumen.

12. Oktober 2004

Das mit dem Honig

Filed under: Trashaiku 5-7-5 — Merrit @ 22:55

Unkommentiert:

Tee braune Tasse,
Stiftechaos, Blattgewirr.
Meine Schreibtischwelt.

15. September 2004

Hong Kong Reisebericht Teil 11

Filed under: Reiseberichte — Grimm @ 17:38

Muedigkeit und die Beeintraechtigung der Lauffaehigkeit. So koennte man Macau fuer mich auch umschreiben. Durch die ganze Lauferei ermatteten meine Beine nach und nach, ich konnte zwar immer weiter laufen, aber ich schaffte es nicht mehr mich auf den Boden zu konzentrieren, was sehr noetig war, denn meine Schienbeinmuskel waren nicht mehr richtig in der Lage meine Fuesse anzuheben. Dadurch stolperte ich stellenweise doch arg ueber kleine Hubbel auf den Buergersteigen und Strassen. Merrit lachte nur noch, wenn ich mal wieder an einem Steinchen haengen blieb. Nach Verlassen der Faehre, die uns von Macau wieder zurueck nach Macau gebracht hatte, wollte ich elanvoll die Steintreppe herunter laufen, schaffte es auch circa 8 Stufen lang, bis sich meine Fussspitze in einer angerauten Stelle auf der Treppenstufe verhackte und ich es nicht schnell genug schaffte den Fuss nachzuziehen.
Wesentlich schwungvoller als erhofft kam ich am Ende der Treppe an, denn ich fiel auf meinem Allerwertesten und rutschte mich drehend die Stufen herunter. Zum Glueck hatte ich am Treppenaufgang angekommen nur kleiner Schuerfungen am Arm und fiese Schmerzen am Hintern. Dies war ein wirklich guter Grund fuer die Ruhe des heutigen Tages, dessen Beschreibung nun folgt.

Wir liessen uns heute ganz gemuetlich ausschlafen, wir hatten nach dem anstrengenden Rumlaufen auf Macau keine Lust gleich ShenZen zu durchwandern, das kommt morgen dran. So stand ich um halb zehn auf, las ein wenig, Merrit erhob sich gegen elf aus den Federn. Auch er las ein wenig, Frau N. hatte sich schon laengst in ein Cafe verzogen, wo das phantastische Duo sie noch aufsuchte und bei der Gelegenheit auch ein Fruehstueck verdrueckte. Nachdem sich das Essen vom Teller in den Magen begeben hatte, brachen wir gen Strand auf. Dort angekommen, schwammen wir ein wenig, naja, taten so, denn an der tiefsten Stelle vor der Absperrung (in HK gibt es Haie) konnte ich noch auf den Zehenspitzen stehen und konnte durch den Mund atmen ohne zu ersaufen. Irgendwann hatten wir genug vom Salzgeschmack und duschten uns in der Stranddusche ab und genossen die nicht zu stark scheinende Sonne lesend. Auf diese Weise verbrachten wir den Nachmittag, kehrten gegen halb sieben nach Hause zurueck.
Dort rief uns Bruder H. an, teilte uns mit, dass er einen Tintenfisch und Garnelen zum Abendessen mitbringen wuerde. Ich hielt es fuer einen Scherz, denn ich hatte ihm meine Skepsis gegenueber Tieren aus Wasser mitgeteilt. Als er dann ankam, praesentierte er tatsaechlich stolz das tote Schlabbervieh (aka Tintenfisch), welches durch ein wenig Hartplastik in Form gehalten wurde. Die Garnelen hingegen waren noch teilweise am Leben (beim Kauf waren es noch alle), jedoch ueberlebte wohl keine von ihnen den anschliessenden Kochprozess. Aus dem geschlossenen, auf der Flamme stehenden Kochtopf drang zu Beginn ab und an noch ein Zappeln, das klang, als ob Maiskoerner zu Popcorn wuerden. Mir ward bei der Prozedur doch ein wenig schlecht und ich konnte mich nicht richtig aufs Essen freuen.
Als das Mahl serviert war, probierte ich jedoch sowohl vom Tintenfisch, als auch von den Garnelen und musste zugeben, dass sie mehr als essbar waren und liess mich von der Erinnerung an die Todesart nicht abbringen, sie waren ja mittlerweile tot.
Nach dem Abwaschen taten wir dann nicht mehr viel, wir muessen ja auch morgen frueh raus.

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